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Mit Powerteams zu mehr Produktivität und besseren Lösungen

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Interdisziplinär zusammengesetzte Teams sind heute eher die Regel als die Ausnahme. Wenn divergierende Ausgangspunkte, verschiedene Herangehensweisen und vor allem unterschiedliche Denk-Präferenzen nicht als hinderlich empfunden werden, sondern als Ergänzung und Bereicherung, sprechen wir von Powerteams. Ein Powerteam erarbeitet in kürzerer Zeit bessere Lösungen und trägt so massgeblich zur Produktivität des Unternehmens bei.

Standardisierte und teilweise auch wenig wertschöpfende Arbeitsabläufe überlassen wir immer mehr den digitalen Assistenten - mit oder ohne Unterstützung von künstlicher Intelligenz. So bleibt uns mehr Zeit, Herausforderungen und Probleme zu lösen, die nach Kreativität und menschlichen Fähigkeiten verlangen. Denn immer dann, wenn ein nicht-standardisiertes Vorgehen gefragt ist, haben menschliche Teams die Nase vorn. Um solchen Aufgaben zu begegnen, ist eine Arbeitsgruppe mit einem hohen Grad an Diversität optimal. Denn je mehr sich die einzelnen Teammitglieder unterscheiden, desto angeregter die Diskussion und desto ganzheitlicher am Ende die Lösung.


Simple but not easy

Doch damit ein Powerteam entstehen kann, ist auch eine grosse Prise Empathie, Reflexion und Durchhaltevermögen nötig. Jedes Team-Mitglied muss seinen Denkstil kennen und auch akzeptieren, dass es davon bei der Problemlösung beeinflusst wird. Gleichzeitig können Powerteams nur performen, wenn das Team als Ganzes diese unterschiedlichen Denkstile einzelner Personen erkennt und auch zu schätzen weiss. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Denn zu akzeptieren, dass sich Wahrnehmungen unterscheiden und es sozusagen so viele «Wahrheiten» wie Team-Mitglieder gibt, verlangt ein hohes Mass an Team-Kompetenz. Einen professionellen Umgang mit diesen verschiedenen «Wahrheiten» zu pflegen, statt darüber zu streiten wer am meisten «recht hat», ist ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Zielerreichung.

«Jedes Team-Mitglied muss seinen

Denkstil kennen und auch akzeptieren»


Neue Anforderungen an die Führung

Vor allem die Führungsperson ist hier gefordert. Einerseits bringt sie sich mit ihrer eigenen Wahrnehmung bei der Aufgabenbewältigung mit ein und muss darauf bedacht sein, andere Sichtweisen nicht unbewusst abzulehnen. Andererseits kommt ihr die besondere Rolle zu, diese verschiedenen Individuen so im Prozess zu begleiten, dass unterschiedlich denkende Menschen gemeinsam auf Kurs bleiben. Meinungsverschiedenheiten sind erwünscht, dürfen das Team aber nicht spalten. Dies gelingt nur durch den wertschätzenden Umgang mit den Qualitäten jedes einzelnen Individuums – auch in hektischen Zeiten. Sicher schön ist, wenn die Leute «miteinander klarkommen»; das ist aber noch kein Powerteam. Vielmehr einigt man sich hier tendenziell auf Kompromisse und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Oder es gibt Wortführer, denen alle folgen, um schwierige Diskussionen oder gar Konflikte zu vermeiden. In beiden Fällen nutz man das im Team steckende Potential nur ungenügend. Ein Powerteam nutz das volle Potential der Mitglieder dadurch, dass alle ihre besonderen Stärken einbringen können und Unterschiedlichkeit nicht als störend, sondern als Ergänzung anerkannt wird.

«Sicher schön ist, wenn die Leute «miteinander klarkommen» - das ist aber noch kein Powerteam.»

Das neue Rollenbild des Leaders hat also mit dem Rollenbild einer klassischen direktiven Führungskraft, die bestimmt, wo es lang geht, nur wenig gemein. Um ein Powerteam zu führen und zu entwickeln sind viel mehr Coaching- und Moderations-Qualitäten gefragt. Coaching-Skills für Führungskräfte – auch ein Trainingsangebot von La Werkstadt – sind erlernbar und gehören zum Repertoire einer erfolgreichen Führungskraft.

Aufwand und Nutzen

Das scheint doch recht aufwändig. Manch einer fragt sich, ob sich der Aufwand lohnt, diese Teamkompetenz zu entwickeln. Grundsätzlich sind die Kosten, die durch unproduktive Teamarbeit entstehen, so enorm hoch, dass jeder verantwortungsbewusste Unternehmer oder Manager in Team-Entwicklung investiert. Es gibt aber tatsächlich Fälle, wo Team-Entwicklung eher eine «Wohlfühl-Aktivität» ist, als harte unternehmerische Notwendigkeit. Zum einen gibt es Teams, in denen wenig Diversität gefragt ist. Das sind typischerweise Experten-Teams mit starker Ähnlichkeit in der Denkpräferenz. Zum anderen gibt es formelle Teams, in denen Team-Mitglieder wenig miteinander arbeiten, sondern mehr mit Partnern ausserhalb des Teams (Lieferanten, Kunden). Ferner kann man sich darüber streiten ob ein Team, das nur für relativ kurze Zeit zusammenarbeitet, in Team-Entwicklung investieren soll. Das ist stark vom jeweiligen Unternehmen abhängig. Einige Firmen haben keine Standards wie in Projektteams gearbeitet wird und bei anderen ist Team-Performance quasi Teil der Unternehmenskultur. Als Daumenregel kann man folgendes sagen: Wenn man regelmässig mit agilen Teams arbeitet oder ein klassisches Team länger als zwei Monate zusammenarbeiten soll, so lohnt sich die Investition in die Team-Kompetenz.

«Grundsätzlich sind die Kosten,

die durch unproduktive Teamarbeit entstehen, enorm hoch.»

Ganz grundsätzlich schafft die Arbeit in Powerteams eine ganz neue Verbindlichkeit gegenüber der Abteilung oder dem Unternehmen als Ganzes. Wird ein Mensch als Individuum geschätzt, führt dies zu einer gesteigerten Motivation, die sich wiederum im Team vervielfacht. Nicht zuletzt macht die Arbeit in einem wertschätzenden Team viel mehr Spass.

Wer sein Team weiter voran bringen möchte, ist in unseren Team-Trainings genau richtig. Gemeinsam bestärken wir Gruppen unterschiedlicher Grösse, kompetent mit Diversität umzugehen und die Umsetzungskraft und Produktivität dadurch zu maximieren.


Martin ist Leiter von La Werkstadt. Seit über 10 Jahren arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Leadership Development und Innovation.


La Werkstadt

Bahnhofstrasse 5

2502 Biel/Bienne

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